Herbstschau in Leer am 19./20. September 2026
Bericht von Antje Meyer:

Herbstschau 2026
Meine persönlichen Eindrücke der diesjährigen Herbstschau. Mit den Vorbereitungen ist man eigentlich das gesamte Jahr über beschäftigt, ganz nach dem Motto „nach der Schau ist vor der Schau“. Das ist auch bei uns nicht anders. Das gesamte Jahr über macht man sich Gedanken, plant, organisiert, man trifft sich mit dem Vorstand und bespricht sämtliche Details, man holt sich die Genehmigungen ein etc. Bis dann unser Tool online geht und das Melden beginnen kann. Um die Meldungen hat sich dieses Jahr Andrea Steingrube gekümmert. Ein doch sehr zeitintensiver Job und ich bin sehr dankbar, dass Andrea diese Arbeit immer so gut und gewissenhaft macht. Einige Probleme treten in dieser Zeit immer auf und auch da versuchen wir uns im Vorfeld um jedes Anliegen zu kümmern.
Die behördlichen Anforderungen werden leider jedes Jahr mehr und somit ist inzwischen unser Hauptanliegen, hier alles korrekt zu erfüllen. Denn ohne Genehmigung des Veterinäramtes, gibt es unsere Ausstellung in dieser Form nicht mehr. Daher achten wir insbesondere darauf, dass alle Tiere die mitgenommen werden, auch in entsprechender Kondition sind. Dazu gehört, dass die Tiere gesund sind. Leider kamen bis kurz vor der Schau immer mal wieder Anfragen an, ob man Tiere mit Pilzbefall in unserer Quarantäne unterbringen könnte. Sorry, aber so was geht gar nicht. Kein krankes Tier hat etwas auf einer Ausstellung zu suchen. Egal ob es ein Schautier ist, oder „nur“ ein Übergabetier für einen anderen Züchter ist. Das Infektionsrisiko für andere Tiere und Menschen ist nicht gerade unerheblich und man setzt einem kranken Tier auch nicht so einen Stress aus. Diese Anfragen haben mich kurz vor der Schau auch etwas entsetzt. Aber meine Ansage kam wohl an und während der Schau gab es dieses Jahr keine Bemängelungen am Gesundheitszustand der Tiere. Unsere Quarantänestation blieb unbenutzt und das Veterinäramt war sehr zufrieden mit der Unterbringung, Versorgung und dem Gesundheitszustand der Tiere. Also meinen Dank an alle Aussteller, die wirklich nur gesunde Tiere mitgebracht haben und unsere Auflagen auch alle so gut umsetzen.
Am Donnerstag war der Aufbau. Leider waren wir nur wenige Helfer. Zum Glück konnten wir ein paar zusätzliche Helfer organisieren, wie z.B. der Bruder von Markus und meine Kinder, die ordentlich mit angepackt haben. Dass nur noch so wenige Aussteller beim Aufbau helfen, macht uns leider etwas Sorgen. Von allen Ausstellern waren tatsächlich nur 3 Aussteller anwesend. Somit müssen wir leider schauen, ob wir auch zukünftig noch Ausstellungen in dieser Form ausrichten können. Wir sind alle aus dem Vorstand berufstätig und nehmen uns seit Jahren Urlaub für diese Schau und einige nehmen auch weite Anfahrten auf sich. Es kamen einige Anfragen, ob wir den Aufbau nicht auf Freitag verlegen könnten. Allerdings müssten wir dann so früh fertig sein, damit die Tiere am selben Tag noch eingesetzt werden können, dass wir vermutlich um 4 Uhr morgen beginnen könnten. Wir treffen uns donnerstags bereits um 9 Uhr und sind erst am Abend fertig. Ab 16 Uhr ist Beginn des Einsetzens. Wer ist denn bereit, tatsächlich schon so früh als Helfer parat zu stehen? Und am Freitag sind wir in der Regel auch noch ab mittags in der Halle um die Restarbeiten zu erledigen. Da müssten wir sehr früh beginnen und/oder wirklich sehr viele Helfer sein. Aber wir hoffen mal das Beste, vielleicht gibt es ja doch noch Aussteller, die uns zukünftig bei dem Aufbau unterstützen können. Viel Spaß, gute Laune und gute Verpflegung werden garantiert. Und die Anfahrtskosten werden auch übernommen (über 100 km bitte vorher fragen). Auch wenn wir nur wenige Helfer waren, so sind wir dermaßen gut eingespielt, dass wir alles an dem Tag geschafft haben. Mittags gab es leckeres Essen, dass uns unsere Küchenfee Kerstin gezaubert hat.
Am Freitag kamen dann die ersten Aussteller und der Tag ist in der Regel immer sehr entspannt, wie auch in diesem Jahr. Ich war selber noch damit beschäftigt, meine eigenen Tiere vorzubereiten. Man muss schon sehr verrückt sein, selber noch Tiere auszustellen, wenn man so viel Arbeit im Vorfeld hat. Aber es hat alles geklappt und am Nachmittag saßen auch meine Tiere alle in ihren Käfigen und wir konnten den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Am Samstag wurde gerichtet. Unser Richterteam bestand aus Britta Poweleit, Herbert Janssen, Saskia Köhler, Dana Jansen und meiner Wenigkeit. Die Tiere im Lieberhaber- und Jugendpflegestandard wurden von Andrea Steingrube bewertet. Die Richtung verlief entspannt und am Ende des Tages standen die Sieger fest. Unseren Züchterabend hatten wir im Restaurant Luuv up in Jemgum. Der Koch verwöhnt uns dort seit ein paar Jahren mit seiner hervorragenden Küche und die Lokation ist einfach auch sehr passend und gemütlich. Nach dem guten Essen wurden viele Urkunden verteilt. Sehr viele Urkunden… Und auch viele Schleifen und Pokale gingen an die stolzen Gewinner. Die Konkurrenz ist auf der Herbstschau immer besonders hoch und man kann schon sehr stolz sein, wenn man dort in den Oberklassen platziert wird. Das beste Tier der Ausstellung wurde eine traumhaft schöne Crested in der schwierigen Farbe slate. Absolut verdient und ich habe mich wirklich sehr mitgefreut. Da ich selber schon slate gezüchtet habe, weiß ich was für eine Herausforderung diese Farbe ist. Herzlichen Glückwunsch hier noch mal für dieses schöne Tier. Und auch herzlichen Glückwunsch an alle anderen Gewinner. Ich habe mich in diesem Jahr auch sehr über meine Gewinne gefreut, zumal ich damit gar nicht gerechnet habe. Sämtliche Platzierungen könnt ihr auf unserer Homepage finden.
Der Sonntag war dieses Jahr auch recht voll gepackt. Am Vormittag gab es eine B-Richterprüfung. Leider hat es diesmal nicht gereicht, aber die Prüfung wird nachgeholt und dann sieht das Ergebnis bestimmt anders aus. Nach einer Mittagspause gab es noch zwei Anerkennungsgruppen. Den Anfang hat die Zuchtgruppe Glatthaar Brindle schoko-weiß von Ramona Heyen gemacht. Sie konnte überzeugen und hat es somit in den Vollstandard geschafft. Und im Anschluss haben wir uns die Rosetten in weiß d.e. pigmentiert von Heike Neuwirth angeschaut. Da gab es schon im letzten Jahr einen Versuch. Aber da konnten sie noch nicht ganz überzeugen und die Zuchtgruppe war auch noch nicht einheitlich genug. In diesem Jahr konnte man deutlich erkennen, wie sehr sich die Gruppe verbessert hatte und wir hatten eine wirklich schöne, einheitliche und harmonische Zuchtgruppe sitzen. Alle mit gut ausgebildeten Pigmenten und sie konnten uns alle überzeugen. Nur mit dem Namen waren wir nicht ganz so glücklich und somit haben wir uns gemeinsam mit der Züchterin auf den Namen Hermelin geeinigt. Eine völlig neue Farbe ist somit im vorläufigen Standard des OMNC-Standards aufgenommen worden. Herzlichen Glückwunsch an beiden Züchtern. Es ist wirklich harte Arbeit, neue Farbe anerkennen zu lassen und am Ende profitieren viele andere Züchter von dieser Arbeit.
Um 16 Uhr haben wir gemeinsam abgebaut und da muss ich sagen, haben wir in diesem Jahr wohl alle Rekorde gebrochen. Ich glaube so schnell waren wir noch nie. Die Auszahlungen begannen noch vor 17 Uhr. Das funktioniert nur, wenn wirklich alle tatkräftig mit anpacken. Am Ende wurde noch jede Menge Kram verstaut, alles durchgefegt und gewischt und um 18 Uhr konnten wir die Halle abschließen. So früh wie noch nie.
Ich möchte hiermit noch mal allen Ausstellern und Helfern rund um diese Schau danken. Ihr macht unsere Herbstschau zu etwas ganz Besonderem. Diese 4 Tage verfliegen immer regelrecht und ich habe leider auch meistens nie genügend Zeit, mit allen zu quatschen. Das finde ich tatsächlich sehr schade. Aber ihr alle macht diese Schau so großartig und das Feeling ist immer ganz besonders. Für mich ist es wie ein großes Familientreffen und ich freue mich jetzt schon sehr auf das nächste Jahr. Danke auch an das Richterteam, die am Wochenende einen tollen Job gemacht haben.
Und meinen größten Dank geht an mein tolles Vorstandsteam. Ich könnte mir keine Besseren vorstellen. Ihr leistet alle so tolle Arbeit und wir sind dermaßen gut eingespielt, dass vieles läuft, auch ohne das man was sagen muss. Ihr haltet mir am Samstag und Sonntag den Rücken frei, damit ich auch als Richterin fungieren kann und mich um die Richterprüfungen und Anerkennungen kümmern kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit und das weiß ich sehr zu schätzen. Besonders möchte ich hier die Arbeit von Astrid und Markus betonen, die einfach immer da sind, wenn man sie braucht und auf die man sich wirklich immer verlassen kann. Dann natürlich unsere Kerstin, die soooo viel vor, während und auch nach der Schau macht. Als Kassenwartin hat sie wirklich schon genügend Arbeit, aber sie kümmert sich auch um die Cafeteria, fotografiert die Siegertiere, richtet das Schaugehege so schön aus und macht noch tausend andere Dinge. Großen Dank auch an Andrea, die als Ausstellungsleitung vor allem vor der Schau die meiste Arbeit hat. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie viel Zeit und manchmal auch Nerven das in Anspruch nimmt. Birgit darf auch nicht vergessen werden, die sich seit so vielen Jahren um den Verkaufstierbereich kümmert und jedes Jahr beim Aufbau dabei ist und am Sonntag mit uns als letzte die Halle verlässt. Obwohl sie schon seit vielen Jahren selber gar keine Meerschweinchen mehr hat. Und dann noch tausend Dank an meinen tollen Ehemann, der mir schon so viele Jahre den Rücken freihält und sich um tausend kleine Dinge Vorort kümmert und immer versucht für jeden da zu sein, wenn Hilfe benötigt wird. Und natürlich auch jeden Anderen, der geholfen hat und uns immer so unterstützt.
Ich hoffe, ihr habt alle das Wochenende gut überstanden, hattet so viel Spaß wie ich und ich freue mich sehr darauf, euch im nächsten Jahr wieder zu sehen.
Fotos rund um die Herbstschau sind unterteilt in Sieger – Impressionen – Anerkennungsgruppe – Züchterabend und Kinderzeichnungen … es ist einfach zuviel und so übersichtlicher
